Sonntag, 22. Oktober 2017

Aux Champs-Élysées - Mara Ferr


Autor: Mara Ferr

Verlag: Emons Verlag

Seitenzahl: 224

ISBN: 978-3954511396

Erscheinungsdatum: 01. August 2013

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Emons Verlag GmbH

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Cover:


Das Cover ist schlicht, ruhig und gleichzeitig auch sehr ansprechend gestaltet. Mich hat es sofort neugierig gemacht, allerdings passt dieses abgebildete Fenster meiner Meinung nach absolut nicht zu der Wohnung, um die es im Buch geht.


Erste Sätze:


Er lebte hier unten ein einfaches Leben.
Soviel er wusste, lebte seine Frau ebenfalls ein einfaches Leben.
Oben.


Inhalt:


Seit vielen Jahren hat sich Claire in ein unausgesprochenes Arrangement gefügt: Ihr Mann Philippe verdient das Geld, sie kümmert sich um Haus und Kinder – und duldet seine Affären. Bis Isabelle in Philippes Leben tritt und Claire beschließt, sich auf besondere Art von ihrem Mann zu trennen: Sie verbannt ihn in den Keller. Was Philippe zunächst für einen Scherz hält, wächst sich zu einem nicht endenden Alptraum aus. Denn Claires Rache ist kalt …




Meine Meinung zum Buch:


Vor einigen Monaten hatte ich bereits "41 Rue Loubert" von Mara Ferr gelesen und hatte damit bereits leichte Schwierigkeiten, da ich ihn zu vorhersehbar fand. Dennoch wollte ich den Büchern der Autorin unbedingt eine zweite Chance geben mich zu überzeugen und freute mich auf einen weiteren Krimi, mit dem Handlungsort Paris, aber was soll ich sagen: "Aux Champs-Élysées" und ich - das ging absolut nicht!

Ging ich anfangs noch sehr optimistisch an diese Geschichte heran und fand es interessant, wie genau die Protagonistin Claire das Verschwinden ihres Ehemannes durchdacht sowie präzise geplant hatte, so schlug das Ganze nach und nach ins absolute Gegenteil um. Claires Idee, ihren Mann nach einem Seitensprung durch eine grausame Abhängigkeit sowie dessen plötzliche Angewiesenheit auf ihre Versorgung an sich binden, fand ich zutiefst verstörend. Ich las dennoch weiter und hatte irgendwie lange Zeit die Hoffnung, dass die freundliche alte Dame von gegenüber dem, durch ihre Skepsis, ein Ende setzen würde und stellenweise sah es auch so aus, wie wenn diese den Löwenanteil der Ermittlungen leistet, aber nachdem ich mich mühsam durch etwa 150 Seiten gequält hatte, klappte ich das Buch genervt zu und überflog den Rest lediglich um zu wissen, wie dieser Roman enden würde.

Mir fehlte es vorallem an der üblichen Spannung eines Krimis/Thrillers, denn der Täter stand von vorneherein fest, der ermittelnde Polizist wurde im Zuge der Ermittlungen immer unglaubwürdiger und die Charaktere waren mir allesamt vollkommen unsympathisch. Selbst die freundliche Nachbarin, die zwar irgendwann das Rätsel für sich gelöst hatte, unternahm nichts und ließ die durchgeknallte Claire weiterhin gewähren. Naja, und dass diese Geschichte in Paris spielte, spürte man als Leser leider auch kaum. Stellenweise hatte ich eher das Gefühl, in irgendeiner französischen Kleinstadt mit Häusern im amerikanischen Stil gelandet zu sein.

Mein Fazit:


Dieses Buch war leider absolut nicht meins! Es war schlichtweg enttäuschend und wenig spannend, sodass ich nach zwei Dritteln keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Schade, aber manchmal bringt es dann auch nichts mehr durchzuhalten bis zum Schluss. Ich denke, es ist eher eine Geschichte für Leute, die sich für höhere Psychologie interessieren und ansonsten wenig Wert auf die Auflösung eines Falls legen.



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