Sonntag, 5. März 2017

Das Rosie-Projekt - Graeme Simsion


Autor: Graeme Simsion

Verlag: Fischer Krüger

Seitenzahl: 368

ISBN: 978-3-596-19700-2

Erscheinungsdatum: 23. Dezember 2013

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, sprach mich jedoch kurz nach der Erstveröffentlichung kaum an. Erst einige begeisterte Rezensionen machten mich schließlich neugierig auf die Geschichte, und inzwischen finde ich auch das Cover sehr passend dazu.


Erster Satz:


Ich denke, ich habe eine Lösung für das Ehefrauenproblem gefunden.


Inhalt:


Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.
Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.


Meine Meinungen zum Buch:


Lange Zeit lag "Das Rosie-Projekt" unberührt in meinem riesigen SuB (sogar noch eingeschweißt), da ich aufgrund der vielen positiven Lesermeinungen immer etwas Sorge hatte, dass ich vielleicht von vornherein zu hohe Erwartungen an die Geschichte stellen würde. Dies war jedoch vollkommen unbegründet, denn mich konnte der Roman bereits nach wenigen Seiten so sehr mitnehmen, dass ich die Protagonisten bildlich vor Augen hatte und beim Lesen regelrecht versank.

Don hat Asperger und ist stark abhängig von seinem geregelten und durchgeplanten Tagesablauf. Jede noch so kleine Abweichung schmeißt ihn komplett aus der Bahn, sodass es auch beinahe unmöglich ist Freundschaften zu pflegen. Lediglich seinem Kollegen Gene sowie dessen Frau vertraut er und holt sich bei diesen auch immer wieder Ratschläge oder Tipps. Sie sind es auch, die ihm dabei helfen den ausgearbeiteten Fragebogen zur Ehefrauensuche auszuwerten und immer wieder zu verbessern. Bis schließlich Rosie vor ihm steht, die eigentlich beim ersten Date sofort durchfällt als passable Ehefrau. Dennoch genießt Don ihre Anwesenheit und lässt ihr zuliebe auch immer öfter die gewohnten Tagesabläufe außer Acht.

Ich mochte den Hauptcharakter, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, bereits nach wenigen Seiten, da er mich so sehr an Sheldon Cooper erinnerte. Seine ganze Art zu denken und alles genau vorher zu planen fand ich einfach herrlich und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie es ihm nun plötzlich mit Rosie ergeht, die das personifizierte Chaos zu sein scheint. Ich habe ihn jedenfalls sofort ins Herz geschlossen und habe seine Suche nach der passenden Ehefrau sehr gerne begleitet.

Das Rosie-Projekt ist zwar ein Liebesroman, aber durch die klug ausgearbeiteten Charaktere sowie jede Menge Wortwitz hat man eher das Gefühl eine Komödie zu lesen. Dennoch wirken die Szenen niemals erzwungen witzig oder übertrieben, sodass man das Dilemma, in dem Don da steckt, auch stets gut nachvollziehen kann. Stellenweise habe ich wahrhaftig Tränen gelacht über seine Gedankengänge sowie Reaktionen auf bestimmte Verhaltensweisen und dann wiederum habe ich auch mit ihm gehofft, dass er endlich seine passende Partnerin findet.

Mein Fazit:


Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dass ich solange gewartet habe mit dem Lesen dieser skurrilen Geschichte. Es hat soviel Spaß gemacht Don sowie Rosie kennenzulernen und ihre urkomischen Treffen zu begleiten. Bei mir hat sich diese Geschichte auf Lebenszeit einen festen Platz im Herzen gesichert und ich empfehle jedem, der es noch nicht kennt, es unbedingt zu lesen!



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