Donnerstag, 6. Juli 2017

Nur einen Sommer lang - Susanne Rößner


Autor: Susanne Rößner

Verlag: Piper

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3492309028

Erscheinungsdatum: 2. Mai 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

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Cover:


Ich mag das Cover sehr und finde es zuckersüß. Es passt ganz gut zur Geschichte, aber das Thema Backen spielt eigentlich hierbei keine allzu große Rolle. Mich hat es dennoch sofort angesprochen und das sommerliche Motiv machte mich natürlich neugierig.


Erster Satz:


Der seltsame Vertrag wurde an einem jener seltenen Tage unterzeichnet, die schon früh im Jahr den Beginn des Frühlings ankündigen.


Inhalt:


Als Laura überraschend die Nachricht von der Erbschaft einer Alm erhält, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie kannte weder die Vererberin noch versteht sie, warum ihre Großmutter sie jahrelang belogen hatte. Bevor sie jedoch eine Entscheidung über die Erbschaft treffen kann, soll sie für ein halbes Jahr in die oberbayerische Gemeinde Schliersee ziehen und sich ein Bild machen. Leichter gesagt wie getan, denn bereits kurz nach der Ankunft wird sie von den Einwohnern angefeindet und ausgerechnet der unfreundliche Nachbar, mit dem ihre Tante seit Jahrzehnten im Klinch liegt, rettet sie aus einer misslichen Lage.




Meinung:


Ich lese ja sehr gerne zwischendurch mal unterhaltsame Liebesrome, um abzuschalten vom stressigen Alltag, und so fiel mir dieses Buch irgendwie genau zur richtigen Zeit in die Hände. Bereits auf den ersten Seiten schaffte diese Geschichte es, mich mitzunehmen, naja und spätestens bei den wundervollen Beschreibungen der oberbayerischen Gegend fühlte ich mich zurückversetzt in meinen letzten Urlaub.

Laura lebt ursprünglich in Berlin und kann sich überhaupt nicht vorstellen, ein halbes Jahr ohne ihre Freunde in dieser ländlichen Umgebung zu leben. Allerdings ist genau dies Bedingung um die Erbschaft zu erhalten. Gleichzeitig möchte sie mehr erfahren über die ihr bis dato unbekannte Frau, die in ihrem Testament behauptete ihre Großmutter bestens zu kennen. Scheinbar hatte ihre kürzlich verstorbene Oma ihr jahrelang Lügenmärchen über ihr Leben aufgetischt. Laura ahnt jedoch überhaupt nicht, wo sie da hineingeraten ist, und findet sich schließlich in einem Nachbarschaftsstreit wieder, der ihr ein unbeschwertes Leben dort beinahe unmöglich macht.

Man könnte meinen, vieles ist bereits am Anfang sehr vorhersehbar und auch die Handlung erscheint stellenweise etwas sehr fragwürdig. Besonders was die Testamentsverkündung am Anfang anging, kamen mir da schon leichte Zweifel an der Glaubwürdigkeit, aber darüber kann man getrost hinwegsehen, denn die Geschichte an sich konnte mich allein durch die witzigen Dialoge, die detailgenauen Beschreibungen der Gegend rund um den Schliersee sowie die unternommenen Wanderungen komplett begeistern.

Leider schwächte die, meiner Meinung nach etwas zu schnell zustande gekommene, Liebesbeziehung die Spannung sowie das eigentlich besonders Humorvolle dieser Geschichte dann etwas ab, sodass auch mein Interesse etwas nachließ. Doch zum Ende hin schlug die Stimmung dann dermaßen um, dass man nochmal in einen rasanten Wechsel aus Hochs und Tiefs geriet, und dann am Ende (als eingefleischter Liebesromanleser) doch ein bisschen enttäuscht zurückgelassen wird.

Mein Fazit:


"Nur einen Sommer lang" war für mich ein leichter, humorvoller Liebesroman, den man prima zwischendrin lesen kann. Ein sommerlicher, aber auch interessanter, lustiger und liebevoller Roman, der mir schöne Lesestunden bereitete. Vielleicht hätte man die Beziehung der beiden Hauptcharaktere noch ein Stück weit hinauszögern können, dann wäre es zwischendrin etwas weniger seicht gewesen, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Sternen.



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